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Sicherheitslücke für Internet Explorer: Code in Bildern

Heise berichtet über eine weitere Sicherheitslücke für den Internet Explorer (IE) bis einschließlich Version 7. Danach besteht beim Internet Explorer die Gefahr, dass Code in einem Bild ausgeführt wird, wenn der Benutzer ein Bild hochlädt, das entsprechenden Schadcode enthält. Gefährlich ist damit insbesondere die Nutzung von Web 2.0-Diensten, bei denen man auch fremde Bilder hochladen kann, wenn man das mit dem Internet Explorer macht.

Laut Heise Security ist mit einem Schließen dieser Lücke in nächster Zeit nicht zu rechnen!

Deshalb meine Empfehlung: Den Internet Explorer durch einen anderen Browser ersetzen. Alternativen gibt es genug!

Der Vollständigkeit halber hier noch der Wortlaut der Meldung bei Heise.de:

Wenn man ein Bild im Internet Explorer öffnet, kann es gut sein, dass dieser zu der Auffassung gelangt, dass es sich dabei eigentlich um HTML-Code handelt und sogar eingebettete Scripte ausführt. Gefährdet sind vor allem die Besucher von Web-Seiten, bei denen Benutzer selbst Bilder hochladen können.

Das Ganze war eigentlich als Schutzfunktion gedacht: Beim Öffnen einer Datei verlässt sich der Internet Explorer nicht blind auf möglicherweise falsche Anzeichen wie Dateinamen oder den MIME-Typ, den der Server übermittelt. Gibt es Grund zum Zweifel, etwa weil widersprüchliche Angaben vorliegen, schaut er in die Datei hinein und entscheidet an Hand des Inhalts, wie sie zu behandeln ist. Dieses sogenannte MIME-Sniffing kann dann sogar dazu führen, dass er in einer Bilddatei HTML-Code entdeckt, diesen rendert und eingebettetes JavaScript ausführt. Dieser Script-Code läuft dann im Kontext der Website und kann beispielsweise die Zugangsdaten des Anwenders ausspionieren.

Deshalb sollten die Betreiber von Webseiten, bei denen Anwender Bilder hochladen können, Typ und Inhalt der Bilder prüfen, bevor sie diese online stellen. Alternativ können sie die Bilder auch konvertieren, um eventuell eingebetteten Code zu entfernen. Den genauen Hintergrund und Demonstrationen des Problems präsentiert ein Hintergrund-Artikel auf heise Security.

Siehe dazu auch:

6 Kommentare

  1. 1. Ute

    Kommentar vom 16. Februar 2009 um 10:02

    Deshalb meine Empfehlung: Den Internet Explorer durch einen anderen Browser ersetzen.

    ;-)
    Für die Empfehlung ist als Grund noch nicht einmal diese Lücke nötig. ;-)

  2. 2. Dieter

    Kommentar vom 16. Februar 2009 um 11:16

    Für die Empfehlung ist als Grund noch nicht einmal diese Lücke nötig.

    Stimmt, dafür gibt es unzählige Gründe. Aber bei jedem neuen Grund erinnere ich gerne an die Empfehlung! :-)

    Bei Gelegenheit werde ich mal die Gründe auflisten.

  3. 3. Ute

    Kommentar vom 16. Februar 2009 um 12:29

    Bei Gelegenheit werde ich mal die Gründe auflisten.

    Ups, das wird aber ein ausführlicher Beitrag. ;-)

  4. 4. Dieter

    Kommentar vom 16. Februar 2009 um 13:28

    Ups, das wird aber ein ausführlicher Beitrag.

    Jepp! Damit das überhaupt zu leisten ist, gibt es das Ganze dann in Listenform.

  5. 5. Blogger

    Kommentar vom 1. Juni 2009 um 18:31

    Ich weis nicht, trotz aller Lücken in den Systemen ist mir bisher noch nichts passiert und ich bin schon ein Power User. Wird hier mehr Wind gemacht als nötig?

  6. 6. Dieter

    Kommentar vom 1. Juni 2009 um 18:50

    Ich weis nicht, trotz aller Lücken in den Systemen ist mir bisher noch nichts passiert

    Jetzt schon. Bei Deinem SEO-Kommentar habe ich den Link zur Webseite entfernt und den Namen vom Suchbegriff befreit! ;-)

    Wird hier mehr Wind gemacht als nötig?

    Nein, aber wer versucht einen SEO-Kommentar für einen Online-Bezahlungsdienst zu platzieren, hat offensichtlich ein Interesse daran, dass Sicherheitslücken nicht publik werden oder versucht zumindest solche Lücken klein zu reden. Der Versuch ist hier aber nach hinten los gegangen!

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