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Ladezeit als Google-Rankingfaktor

Es war ja abzusehen:

Vor einigen Monaten hatte Google in den Webmaster Tools unter Google Labs > Website Leistung die Ladezeit von Webseiten eingeführt (siehe hierzu die Blogbeiträge “Wie schnell ist meine Site” und “Anzeige der Website-Performance in den Webmaster Tools” im Google Blog Webmaster-Zentrale).

Bereits zuvor hatte Matt Cutts darauf hingewiesen, dass bei Google die Ladezeit einer Website in der Vergangenheit keine Rolle für das Ranking bei Suchergebnissen spielte. Dies würde sich aber im Jahr 2010 ändern (siehe hierzu den Blogbeitrag “Matt Cutts Talks Caffeine and Site Speed” mit Video bei webpronews.com).

Google hat diesen Worten Taten folgen lassen. Nun hat sich das für die englischsprachige Google-Suche unter google.com geändert (siehe hierzu die Blogbeiträge “Using site speed in web search ranking” im Google Webmaster Central Blog und “Google incorporating site speed in search rankings” im Blog von Matt Cutts).

Die Ladezeit (page speed) ist jedoch lediglich 1 von 200 Kriterien, die Google für das Ranking von Suchergebnissen (search ranking) berücksichtigt. Zudem sind weniger als 1% der Suchanfragen von der Berücksichtigung der Ladezeit als Faktor betroffen. Dies relativiert sich zusätzlich dadurch, dass die Ergebnisseiten einer Suchanfrage 10 Links enthalten.

Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich das auch für die Google-Suche unter google.de ändert.

Ich finde diese Weiterentwicklung für die Google-Suche gut und freue mich darauf.

Damit vollzieht Google einen weiteren wichtigen Schritt, damit sich die Anforderungen von Google an Websites noch mehr den Bedürfnissen von Besuchern annähern.

SEO-Agenturen haben nun einen weiteren Faktor bei ihrer Arbeit explizit zu berücksichtigen.

Und was hältst Du davon, dass die Ladezeit einer Website ein zusätzliches Kriterium für das Ranking bei den Suchergebnissen wird?

Nachtrag vom 12. April 2010

Nachdem ich diesen Blogbeitrag veröffentlicht habe, fand ich noch einige lesenswerte Blogbeiträge zu diesem Thema:

Nachtrag vom 18. April 2010

Das Thema schlägt Wellen im Web und inzwischen bin ich auf weitere lesenswerte Blogbeiträge gestoßen, die ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollten:

15 Kommentare und 2 Trackbacks/Pingbacks

  1. 1. Crazy Girl

    Kommentar vom 12. April 2010 um 07:57

    Grundsätzlich finde ich das auch in Ordnung. Nur habe ich jetzt vor allem die Befürchtung, dass sich wieder viele selbst ernannte “SEO Götter” drauf stürzen und daraus Märchen basteln, bei denen einem einfach nur schlecht wird (z.B. mit guten Ladezeiten zu Platz 1 in Google). Und diesen werden wieder haufenweise Schäfchen folgen und sich einen aboptimieren und danach feststellen… das war ein Märchen, mit guten Ladezeiten ist kein Platz 1 möglich, da braucht es (derzeit) weitere 199 Faktoren ;-)
    Nicht zu vergessen die vielen Agenturen, für die das ein gefundenes Fressen ist, um ihren Kunden viel Geld für fast nix aus der Tasche ziehen…

    Deswegen möchte ich es publik machen, dass Ladezeiten zwar generell wichtig sind (um die User nicht zu vergrauen), aber am Ranking selbst bis dato gar nichts und auch in Zukunft nur wenig ändern werden. Sie sind nicht das einzige Kriterium, sondern nur eines von vielen…

  2. 2. Dieter

    Kommentar vom 12. April 2010 um 08:38

    @Tanja aka Crazy Toast ;-)
    Deinen im Nachtrag hier verlinkten Blogbeitrag finde ich Klasse. Deshalb habe ich ihn auch zum Lesen empfohlen.

    Geschwindigkeit zählt nun bald auch in Deutschland für das Google-Ranking. Andere Faktoren dürfen deswegen jedoch nicht vernachlässigt werden.

  3. 3. Burkhard

    Kommentar vom 12. April 2010 um 11:12

    Ja, das Ganze sollte dem Besucher zu Gute kommen. Aber ich sehe diesbezüglich den Bedarf heute nicht mehr so sehr, wie das vielleicht noch vor einigen Jahren der Fall war.
    Heute hat ja schon fast jeder eine schnelle Internetverbindung und auch in nächster Zeit wird sich in dieser Richtung noch einiges verbessern. Immer mehr Menschen erhalten einen “schnellen” Internetzugang.
    Deshalb sehe ich die Relevanz schneller Ladezeiten jetzt nicht so sehr.
    Auch deshalb, weil beispielsweise Websites mit Bildern und Videos einen Mehrwert für Besucher darstellen können. Im Gegenzug müsste ein Website ziemlich spartanisch gestaltet sein, um optimale Ladezeiten zu erreichen.
    Deshalb ist meiner Meinung nach der von Google propagierte Mehrwert für den Seitenbesucher nur ein Vorwand.
    Wie auch immer: dem Ganzen wird meiner Meinung nach zu viel Beachtung geschenkt. Und wie Crazy Girl schon richtig meinte: Viele Agenturen werden damit gutes Geld machen.

  4. 4. Alex L

    Kommentar vom 12. April 2010 um 20:51

    Hi Dieter @ all,
    gespannt bin ich auch, ob und inwiefern der PageSpeed das Ranking beeinflussen wird. Ich vermute mal, dass sich dabei jeder Webmaster erneut ans Werk der Optimierung ranmachen wird oder auch nicht. Wie schwer dies die Webmaster-Szene wirklich betreffen wird, wissen wir ja noch nicht. ;-) Kommt Zeit, kommt Rat!

  5. 5. Dieter

    Kommentar vom 12. April 2010 um 21:49

    @Burkhard
    Also ein Vorwand von Google scheint mir das aus folgenden Gründen nicht zu sein:
    – Durch die verstärkte Nutzung eines Handy oder Smartphones zum Surfen gibt es sehr wohl auch wieder verstärkt langsamere Internetverbindungen. Zudem gibt es immer noch Gegenden in Deutschland ohne Breitbandanschluss.
    – Kurze Ladezeiten für eine Website sorgen für eine gute Besuchererfahrung (good user experience).
    – Google löst zwar mit seiner Ankündigung, dass die Ladezeit (page speed) beim Ranking eine Rolle spielt, einen großen Hype aus, aber faktisch ist der Einfluss auf das Ranking von stark untergeordneter Bedeutung.

    Zu den SEO-Agenturen, die vielleicht mit der Geschwindigkeitsoptimierung viel Geld machen werden, fällt mir folgender Spruch ein: Jeder Kunde bekommt den Auftraggeber, den er verdient hat. ;-)

    @Alex
    Die bisherigen Verlautbarungen von Google sprechend dafür, dass die Auswirkungen auf das Ranking von stark untergeordneter Bedeutung sein wird.

  6. 6. Hendrik

    Kommentar vom 12. April 2010 um 23:08

    Ich empfehle den Einsatz von CSS Sprites oder dem einfach zu nutzenden Jquery Plugin Lazy Load. Damit werden Grafiken erst nachgeladen und verbessern die Site-Performance um ein Vielfaches…

  7. 7. Dieter

    Kommentar vom 13. April 2010 um 06:33

    @Hendrik
    CSS-Sprites setze ich hier auch ein (siehe “CSS-Sprites mit Generator erstellen“). Das brachte in der Tat eine deutlich bessere Site-Performance.

    Auf JavaScript-Bibliotheken wie jQuery verzichte ich hier ganz. Eine Nachlade-Lösung für Grafiken wie das jQuery Plugin Lazy Load sollte man jedoch ausprobieren und kann Sinn machen, wenn Grafiken einen beträchtlichen Teil der Ladezeit ausmachen.

  8. 8. Sascha

    Kommentar vom 19. April 2010 um 16:02

    Viel wichtiger in diesem Zusammenhang ist doch, dass die Anzahl der Seitenbesucher bei Google jetzt mehr ins Gewicht fallen. Von daher ist es sowieso wichtig, dass die Seite schnell lädt, da sonst die User das Weite suchen.

  9. 9. Dieter

    Kommentar vom 19. April 2010 um 20:13

    @Sascha
    Ja, da bestehen Wechselwirkungen.

    Surfer sind tendenziell ungeduldig. Die nächste Website ist nur ein Klick entfernt. Kurze Ladezeiten tragen dazu bei, dass die Besucher auf der Website bleiben.

  10. 10. Crazy Girl

    Kommentar vom 20. April 2010 um 10:57

    Deswegen halte ich die Ladezeiten ja auch grundsätzlich für wichtig, aber eben nicht aus Suchmaschinen oder Ranking Sicht, sondern aus der Sicht der User. Dass sie alle entnervt davonlaufen will ja keiner. ;-)

  11. 11. Danni

    Kommentar vom 20. April 2010 um 12:43

    Ich glaube auch nicht, dass die Ladezeit einen dramatischen Einfluss auf das Ranking hat. Es ist ja auch logisch, dass eine Seite mit tollen Animationen und großen Bildern länger lädt als eine reine Textseite. Dafür bekommt der User ja entsprechend Entertainment geboten.

  12. 12. Dieter

    Kommentar vom 20. April 2010 um 19:55

    @Crazy Girl
    Ja, die Besucher (User) sollten bei der Minimierung der Ladezeit im Vordergrund stehen. Wenn es dann auch noch beim Ranking eine minimale (!) positive Auswirkung hat, ist das ein netter Nebeneffekt, aber eben auch nicht mehr.
    Lediglich, wenn die Ladezeit so katastrophal ist, dass sogar der Crawler vorher abbricht, wäre das SEO-technisch sehr relevant. Ich nehme an, dass Du das auch so siehst. Oder?

    @Danni
    Webseiten mit tollen Animationen und großen Bilder darf es natürlich geben. Allerdings halte ich so etwas für Webseiten, die Inhalte vermitteln wollen, für den falschen Ansatz. Für Webseiten, die der Unterhaltung dienen (Künstler-, Spieleseiten etc) ist das geradezu Pflicht.

  13. 13. Crazy Girl

    Kommentar vom 21. April 2010 um 06:40

    Ja Dieter, das sehe ich definitiv genauso ;-)

  14. [...] Ladezeit als Google Rankingfaktor [...]

  15. [...] Geschwindigkeit beeinflusst Suchmaschinenergebnisse Google hat im Jahre 2010 bestätigt, dass die Ladezeit nun ein Ranking Kriterium ist. Das heißt, Webseiten mit erhöhten Ladezeiten könnten künftig schlechter in den Google [...]

  16. 16. koch

    Kommentar vom 1. September 2011 um 08:24

    Sind die Ladezeiten wirklich so entscheidend?

  17. 17. Dieter

    Kommentar vom 3. September 2011 um 08:52

    Ja, aber wegen der Besucher, die im Regelfall nur etwa 7 Sekunden bereit sind auf die Sichtbarkeit der Webseite zu warten.

    Als Rankingfaktor bei den Suchergebnissen spielt die Ladezeit dagegen eine eher untergeordnete Bedeutung. Ausnahme: Die Robots der Suchmaschinen brechen das crawlen ab, weil es zu lange dauert (siehe auch vorhergehende Kommentare).

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