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Was macht eine gute Webpräsenz aus?

Inhaltsverzeichnis

  1. Der Inhalt
  2. Die benutzerfreundliche Gestaltung
  3. Die Zugänglichkeit (Accessibility)
  4. Die Navigation
  5. Die Ladezeit der Webseite
  6. Die Qualität des Quelltextes
  7. Die Kommunikation mit den Besuchern

In Anlehnung an das sehr lesenswerte Buch “Little Boxes Teil 0″ von Peter Müller möchte ich hier sieben wesentliche Qualitätskriterien nennen (siehe auch seinen ebenfalls lesenswerten Artikel “Gute Seiten, schlechte Seiten” bei akademie.de).

1. Der Inhalt

Oder: Was gibt es hier?

Der Inhalt ist das A und O einer guten Webseite. Oder auf englisch: Content is King.

Konkret heißt das, dass Du Dir als Erstes Gedanken machen solltest, welche Inhalte Du auf Deiner Webpräsenz veröffentlichen willst. Hierbei gilt es Pflichtangaben wie beispielsweise im Regelfall das Impressum (Assistent) zu beachten.

Mögliche Medien zur Präsentation Deiner Inhalte sind

  • Text
  • Bilder
  • Ton
  • Videos

2. Die benutzerfreundliche Gestaltung

Oder: Wie sieht es aus?

In Abhängigkeit von Deinen Inhalten solltest Du die Gestaltung festlegen.

Sofern Du Informationen bereitstellen möchtest, liegt dem der Gedanke form follows function (Form folgt Funktion) zugrunde.

Der Zweck liegt dann in einer hohen Benutzerfreundlichkeit (Usability), so dass der Besucher Deiner Webpräsenz sich keine großen Gedanken darüber machen muss wie und wo er etwas findet (Englisch: Don´t make me think! So heißt übrigens auch das sehr lesenswerte Buch von Steve Krug zur Web Usability).

Buch Don't make me think!: Web Usability von Steve Krug

Wesentliche Bestandteile der grafischen Gestaltung sind

  • das Layout der Seiten,
  • die Farben,
  • die grafischen Elemente und
  • die Schriftart (Typographie, Typografie).

Webseiten sind weder Gemälde noch aus Papier. Vielmehr werden sie für die Besucher gemacht und diese können mit den verschiedensten Ausgabegeräten wie Handy, PDA, PC-Monitor und verschiedensten Einstellungen des jeweiligen Browsers Deine Webseiten sehen.

Vor diesem Hintergrund führen Mängel bei der Zugänglichkeit zum Aussperren oder zumindest zu Zugangsbehinderungen von (potentiellen) Besuchern.

3. Die Zugänglichkeit (Accessibility)

Oder: Können alle Ausgabegeräte (Browser, Screenreader etc) die Seite darstellen?

Die Zugänglichkeit ist also nicht nur eine Frage des Internetzugangs für behinderte Menschen.

Vielmehr geht es darum mit welchen Ausgabegeräten und welchen Einstellungen derselben Deine Webseiten von jedem Besucher gesehen und genutzt werden können.

Schau Dir mal beispielsweise Webseiten mit

  • ausgeschalteten Cascading Style Sheets (CSS),
  • ausgeschaltetem JavaScript (JS),
  • einem Browser ohne Flashunterstützung/-Plugin,
  • deutlich vergrößerter Schrift,
  • einem Handy

an. Wenn Du auch dann noch die Webseiten gut betrachten sowie deren Navigation und Funktionen nutzen kannst, dann ist diese Webpräsenz gut zugänglich (barrierefrei; besser: barrierearm).

4. Die Navigation

Oder: Wie findet sich der Besucher zurecht?

Die Navigation ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Gestaltung einer Website. Für sie gilt im Besonderen, dass der Besucher sie benutzen soll ohne darüber nachdenken zu müssen.

Eine gute Navigation zeichnet sich dadurch aus, dass sie

  • selbsterklärend ist, also vom Besucher nicht erlernt werden muss,
  • eindeutige und aussagekräftige Beschriftungen enthält,
  • dem Besucher anzeigt, wo er sich gerade befindet (in der Regel mit einer Brotkrümelnavigation (breadcrumb navigation) realisiert),
  • allgemeine Konventionen beachtet und
  • Alternativen bietet (Navigationsmenü, Suche und gegebenenfalls Brotkrümelnavigation).

Besonders intuitiv, da aus dem realen Leben bekannt und im Web ursprünglich durch Amazon populär geworden, ist die Karteikarten-Navigation (Tab-Navigation, Registerkarten-Navigation, Reiternavigation, Tabbed Document Interfaces (TDI)).

Karteikarten-Navigation

5. Die Ladezeit der Webseite

Oder: Wie schnell wird die Webseite geladen?

Zu schnell gibt es nicht, wohl aber zu langsam.

Definitiv zu langsam geht das Laden der Seite, wenn der Besucher den Button Abbrechen angeklickt hat, bevor die Seite geladen ist.

Ursächlich für (zu) lange Ladezeiten sind häufig nicht für das Web optimierte Grafiken.

Dabei darfst Du zudem nicht vergessen, dass es immer noch viele Surfer gibt, die kein DSL haben (Statistik).

Einen Geschwindigkeitscheck kannst Du beispielsweise bei websiteoptimization.com vornehmen.

Eine sehr schnelle Seite hat beispielsweise die Suchmaschine Google.

6. Die Qualität des Quelltextes

Oder: Entspricht der Quelltext modernen Standards?

Dies ist ein Qualitätsmerkmal, welches der Besucher normalerweise nicht sieht, denn die Browser besitzen eine ausgesprochen hohe Fehlertoleranz.

Guter Quelltext berücksichtigt die Trennung von Inhalt und Gestaltung. Während (X)HTML für den semantisch korrekt ausgezeichneten Inhalt (das Markup) zuständig ist, wird die Gestaltung mit CSS umgesetzt.

Der aus meiner Sicht wichtigste Vorteil einer konsequenten Trennung durch Auslagerung von CSS in externe Dateien ist, dass sich damit die Webseiten wesentlich einfacher pflegen lassen.

Der Quelltext einer Webseite kann durch einen Validator auf Grammatikfehler überprüft werden.

So bietet beispielsweise das World Wide Web Consortium (W3C) einen (X)HTML-Validator als auch einen CSS-Validator an.

Eine validierende Webseite, die also keine Grammatikfehler aufweist, ist ein Zeichen für ein sorgfältiges Arbeiten beim Erstellen und Pflegen der Seite. Leider sind solche Webseiten auch heute noch die Ausnahme. Nach dem englischen MAMA Markup Validation Report von Opera sind lediglich etwa 4% aller Seiten im Web valide!

Einen hervorragenden Einstieg zum Lernen von (X)HTML und CSS bietet das Buch Das große Little Boxes-Buch: Webseiten gestalten mit HTML & CSS. Grundlagen, Navigation, Inhalte, YAML und mehr von Peter Müller.

Buch Das große Little Boxes-Buch von Peter Müller

Schließlich sei noch auf den Qualidator hingewiesen, der Webpräsenzen hinsichtlich

  • Usability (Benutzungsfreundlichkeit),
  • Accessibility (Zugänglichkeit),
  • SEO (Suchmaschinenoptimierung) und
  • Quality (technische Qualität)

überprüft. Diesbezüglich sehenswertes Beispiel: Webdesign Weisshart

7. Die Kommunikation mit den Besuchern

Oder: Wird die Möglichkeit zur Interaktion adäquat umgesetzt?

Moderne Webpräsenzen verfügen heutzutage über vielfältige Möglichkeiten der Interaktion.

Selbst für kleine private Webauftritte gelten Kontaktformular, Suche und Gästebuch fast schon als Mindestausstattung, sprich Standard.

Im “Mitmach”-Web 2.0 werden die Inhalte sogar nicht mehr nur oder überhaupt nicht mehr vom Betreiber der Seite, sondern von den Benutzern erstellt. Typische Beispiele dafür sind

4 Kommentare und 4 Trackbacks/Pingbacks

  1. 1. Name-gelöscht

    Kommentar vom 23. Dezember 2009 um 01:23

    Danke für den Beitrag.

  2. 2. Dieter

    Kommentar vom 23. Dezember 2009 um 07:14

    Bitte schön.

  3. 3. Harald

    Kommentar vom 17. November 2011 um 06:31

    Eine Webseite sollte übersichtlich und leicht zu verstehen sein. Die Buttons nicht zu versteckt, die Navigation auf jeder Seite gleich sein. Das “allgemeine Interesse” ist schon von Relevanz. Je weniger Geflacker und Geglitzer, um so einfacher ist sie auf den verschiedenen Geräten zu öffnen.

  4. 4. Dieter

    Kommentar vom 18. November 2011 um 16:56

    @Harald
    Ich denke Deine Hinweise sind Konkretisierungen der Punkte 2. bis 4. (insbesondere des Gedankens Form follows function).

  5. 5. Externe Dienste in Webseiten vermeiden | Webseiten-Infos.de

    Pingback vom 29. November 2011 um 11:03

    [...] einer Webseite ist ein wichtiges Qualitätskriterium (siehe hierzu auch den Abschnitt “Die Ladezeit der Webseite” des Artikels “Was macht eine gute Webpräsenz [...]

  6. 6. Der BITV-Selbsttest mit Fragebogen | Webseiten-Infos.de

    Pingback vom 3. Dezember 2011 um 07:33

    [...] der Webseiten auf Webseiten-Infos.de liegt mir besonders am Herzen (siehe hierzu den Abschnitt 3. Die Zugänglichkeit (Accessibility) des Artikels “Was macht eine gute Webpräsenz aus?” sowie die Blogbeiträge [...]

  7. 7. Little Boxes Teil 1 von Peter Müller | Webseiten-Infos.de

    Pingback vom 19. März 2012 um 22:12

    [...] Buch Little Boxes Teil 1 von Peter Müller ist bereits in meinem Artikel “Was macht eine gute Webpräsenz aus?” positiv erwähnt. Dort habe ich es im Abschnitt 6 “Die Qualität des Quelltextes” als einen [...]

  8. 8. Little Boxes Teil 0 von Peter Müller | Webseiten-Infos.de

    Pingback vom 19. März 2012 um 22:14

    [...] Buch Little Boxes Teil 0 von Peter Müller ist bereits in meinem Artikel “Was macht eine gute Webpräsenz aus?” positiv erwähnt. Dort habe ich in Anlehnung an das Kapitel 4 “Gute Seiten, schlechte [...]

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