14. März 2009 von Dieter | 2 Kommentare | drucken
Sicherheitslücken: Internet Explorer besonders gefährdet
Über das Blog der PC Praxis bin ich auf den Bericht der Sicherheitsexperten von Secunia aufmerksam geworden.
Auf der Webseite von Secunia kann man diesen englischen Bericht nach einer Registrierung kostenlos anfordern und dann als pdf-Datei zugemailt bekommen.
Bemerkenswert finde ich folgende Informationen bezüglich bekanntgegebener Sicherheitslücken bei Browsern und Plugins im Jahr 2008:
| Browser | Sicherheitslücken |
|---|---|
| Internet Explorer 5.x, 6.x und 7 |
31 |
| Safari | 32 |
| Opera | 30 |
| Firefox | 115 |
Damit wurde für den Firefox mit Abstand die meisten Sicherheitslücken entdeckt und gemeldet.
Aber
- die Sicherheitslücken beim Firefox wurden deutlich schneller geschlossen als beim Internet Explorer (innerhalb von 43 statt 101 Tagen) und
- eine noch viel größere Zahl an Sicherheitslücken gibt es bei dem standardmäßig aktivierten ActiveX für Windows, das ein großes Einfallstor für Sicherheitslücken bei der Nutzung des Internet Explorers (IE) darstellt (siehe nachfolgende Tabelle und den Artikel “ActiveX – Windows’ Achillesferse” bei Netzwelt.de).
| Browser Plugin | Sicherheitslücken |
|---|---|
| Firefox Extension | 1 |
| Opera Widget | 0 |
| ActiveX | 366 |
| Java | 54 |
| Flash | 19 |
| QuickTime | 30 |
Desweiteren stellen die Sicherheitsexperten von Secunia fest, dass auch weiterhin Software von Microsoft das bevorzugte Ziel für Angriffe darstellte. Bei Sicherheitslücken, die ausgenutzt wurden, bevor der Öffentlichkeit technische Einzelheiten oder gar ein Patch zum Schließen zur Verfügung standen, gab es 2008 (12) gegenüber 2007 (20) einen erfreulichen Rückgang. Allerdings betrafen davon neun der 12 Sicherheitslücken Software von Microsoft und die drei weiteren Sicherheitslücken betrafen ActiveX-Anwendungen von Drittherstellern.
Mein Fazit:
Wer aus welchen Gründen auch immer Windows als Betriebssystem benutzt, sollte möglichst ActiveX deaktivieren und einen anderen Browser als den Internet Explorer verwenden.
Eine Anleitung zum Deaktivieren von ActiveX gibt es beispielsweise bei Netzwelt.de.
Kostenlose Alternativen zum Internet Explorer findest Du beispielsweise in meinem Blogbeitrag “Warum der Internet Explorer 6 weg muss!“.
Infos
Webseite veröffentlicht am Samstag, den 14. März 2009, um 20:31 Uhr, zuletzt geändert am Donnerstag, den 13. Mai 2010, um 13:13 Uhr.
Kategorie: Browser
Schlagworte: ActiveX, Browser, Firefox, Firefox-Addon, Internet Explorer, Opera, Safari, Sicherheitslücken
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1. Naddi
Kommentar vom 16. März 2009 um 13:14
Ich bin echt froh dass mein Freund mir den Firefox installiert hat.
Nach allem was ich schon über den Internet Explorer gelesen haben würde ich mich damit im Internet überhaupt nicht mehr sicher fühlen…
2. Dieter
Kommentar vom 16. März 2009 um 14:17
Ich denke, da hat er Dir einen Gefallen getan.
Leider gibt es im Internet viele schwarze Schafe. Es gilt sich vor Betrügern zu schützen. Mit dem Wechsel zu einem anderen Browser hast Du einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung unternommen.
Für den Firefox gibt es da auch hilfreiche Addons wie beispielsweise Web of Trust (WOT) und Flagfox.