Google Analytics blockieren

Auf vielen Websites wird Google Analytics (GA) zur statistischen Erfassung von Besuchern (Webanalyse) eingesetzt.

Dabei handelt es sich um ein JavaScript, das standardmäßig auch die komplette IP-Adresse der Besucher an Google übermittelt.

Mindestens ein Gericht und die obersten Datenschützer sind der Auffassung, dass es sich bei IP-Adressen um personenbezogene Daten handelt, die nicht ohne Erlaubnis des Betroffenen erhoben und gespeichert werden dürfen.

Google hat inzwischen darauf insoweit reagiert, dass

  • Webseitenbetreiber, den JavaScript-Code von Google Analytics so abändern können (Anonymisierung der IP), dass er nur noch einen Teil der IP-Adresse übermittelt (IP-Verkürzung), und
  • Nutzer der Browser Internet Explorer (7 und 8), Google Chrome (4.x und höher) und Mozilla Firefox (3.5 und höher) das Deaktivierungs-Add-on für Browser von Google Analytics (BETA) installieren können, welches die Übermittlung der eigenen Daten von Google Analytics an Google unterbindet.

Mit jedem Browser kannst Du verhindern, dass Du als Besucher auf Webseiten mit Google Analytics erfasst wirst, indem Du in dem Browser JavaScript deaktivierst (Anleitung für Firefox, Internet Explorer und Opera). Das ist allerdings nur ein bedingt geeigneter Weg, da viele Webdienste aktiviertes JavaScript für deren Nutzung zwingend voraussetzen.

Als Nutzer des Browsers Firefox gibt es aber noch eine weitere, einfache Möglichkeiten Google Analytics zu blockieren, die ich Dir hier kurz vorstellen möchte. Sie hat zudem den Vorteil, dass sie nicht von Google ist.

Für den Firefox ist – wie bereits beim Blockieren von Facebook (siehe hierzu meinen Blogbeitrag mit dem Titel „Facebook blockieren„) – auch diese Lösung mit Adblock Plus realisiert (Quelle: Webseite „Wie schütze ich meine Nutzungsdaten vor Google Analytics?“ des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein). Machen wir uns ans Werk!

  • Als erstes brauchst Du das Firefox-Addon Adblock Plus, sofern Du es nicht bereits installiert hast.
  • Nach der Installation und dem Neustart des Browsers besuche die Subdomain EasyList von Adblockplus.org und ergänze Adblock Plus um die Filterlisten EasyList und EasyPrivacy durch Klick auf den Link „Add to ABP„.
  • Das war es schon!

Für die Browser Google Chrome und Safari trage ich dagegen manuell in die Blacklist von Adblock Folgendes ein (Quelle: „Update meiner Adblock Plus Filterliste“ auf mitternachtshacking.de):

.google-analytics.com/* (Google Analytics)
*/__utm.js
*/__utm.gif?*
*/urchin.js
*/ga.js
*/__ga.js
||ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/*
||ajax.googleapis.com/ajax/libs/jqueryui/*

Solltest Du Betreiber einer dynamischen Website sein, kannst Du übrigens statt auf Google Analytics auch auf selbstgehostete und kostenlose Webanalyse-Tools zurückgreifen. Ich persönlich nutze chCounter. Eine beliebte Alternative ist auch Piwik.

6 Kommentare und 1 Trackback/Pingback

  1. 1. Gerald Brozek (hyperkontext)

    Kommentar vom 9. August 2010 um 13:15

    Dieter, es gibt noch eine einfache Möglichkeit:
    Das No-Scipt Addon für Firefox.
    http://noscript.net/

    Selbst wenn ich alle JS-Scripts weiter per Default zulassen würde, kann ich per Mausklick einfach angeben, das Analytics-JS generell nicht zu laden.

    Nur zur Vollständigkeit.

  2. 2. Dieter

    Kommentar vom 9. August 2010 um 19:00

    @Gerald
    Ich hatte NoScript ausprobiert und fand das standardmäßige Blockieren aller JavaScripts nervig. Das wollte ich meinen Lesern nicht empfehlen.

    Ich finde den Ansatz bei Adblock Plus besser, bei dem Du ganz gezielt bestimmte JavaScripts blocken kannst. Für bestimmte Bereiche mittels Listen, die man abonnieren kann und regelmäßig aktualisiert werden und konkret im Einzelfall mit einer selbst festgelegten Filterregel.

    Gleichwohl hast Du völlig Recht, dass zur Vollständigkeit für den Firefox auch noch NoScript genannt werden sollte. Danke dafür!

  3. 3. Stefan M.

    Kommentar vom 26. August 2010 um 19:13

    Ich nutze Adblock Plus inkl. EasyFilter schon länger, aber auch NoScript. Es ist einfach für die immer wieder besuchten Webseiten eine Ausnahme unter NoScript einzurichten und die Restlichen darf er gerne blockieren.

  4. 4. Dieter

    Kommentar vom 26. August 2010 um 21:43

    @Stefan
    Das Lästige ist, dass ich bei meinen Streifzügen durch das Web mit Noscript viele Ausnahmen festlegen müsste. Das wäre mir zu lästig.

    Unter Sicherheitsaspekten ist Dein Vorgehen definitiv besser.

  5. 5. Stefan M.

    Kommentar vom 27. August 2010 um 07:31

    Wenn man das Plugin installiert ist alles blokiert. Voraus eingestellte vertrauenswürdige JS Ausnahmen hat es nicht. Das ist so und doof. Nach 2-3 Wochen hat sich das aber eingependelt und man gewöhnt sich daran.
    Bei CookieSafe ist genau das Gleiche.

    Geht man mal auf eine neue Page und braucht das Zeugs, heisst es zuerst KlickWahn zum freischalten.

  6. 6. Dieter

    Kommentar vom 27. August 2010 um 09:12

    @Stefan
    Danke für den ergänzenden Hinweis auf das Firefox Addon CookieSafe. Dieses und das Firefox Addon Google Monster hatte ich bisher nicht ausprobiert.

    Damit kann ich aber beispielsweise als Ausgangsbasis lediglich Cookies von Drittseiten standardmäßig unterbinden. Müsste sich dann nicht der Klickwahn in Grenzen halten und das Sicherheitsniveau trotzdem etwas gesteigert werden?

    Ich werde es mal ausprobieren.

    Nachtrag vom 29.11.2011:
    Das Firefox Addon wurde vom Autor aus dem Addon-Verzeichnis entfernt.

  7. 7. Google +1 blockieren | Webseiten-Infos.de

    Pingback vom 8. September 2011 um 21:00

    […] Analytics und Facebook blockieren solltest und wie es geht (siehe hierzu meine Blogbeiträge “Google Analytics blockieren” und “Facebook […]

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