Facebook blockieren

Facebook verbreitet sich wie eine Seuche!

Selbst ohne Facebook-Seite wirst Du von Facebook ausspioniert. Dagegen dürfte der als Datenkrake kritisierte Suchmaschinenbetreiber Google schon fast ein Waisenknabe sein.

Facebook sammelt bereits Daten über Dich, wenn Du nur eine beliebige Webseite besuchst, auf der ein Facebook-Button (Like-Button bzw. Gefällt mir-Button) vorhanden ist. Grafik zur Veranschaulichung:

Gefällt mir Button

Das betrifft aller Voraussicht nach auch die Anzeige von Freunden bei Facebook auf Webseiten. Zwar scheint noch unklar zu sein, welche Daten an Facebook übermittelt werden, aber sehr wahrscheinlich ist auch Deine IP-Adresse dabei.

Wie kannst Du Dich dagegen schützen?

Relativ einfach:

Für einige verbreitete Browser gibt es inzwischen den um eigene manuelle Regeln erweiterbaren Werbeblocker Adblock (Plus):

Indem Du Adblock (Plus) mit folgenden Regeln manuell ergänzt, werden keine Daten von Dir mehr an Facebook übermittelt (Quelle: „Facebook und Flattr blocken“ bei fixmbr.de):

facebook.com^$third-party

facebook.net^$domain=~facebook.com

fbcdn.com^$domain=~facebook.com

fbcdn.net^$domain=~facebook.com

Beim Firefox ergänzt Du unter Extras > Add-ons in den Einstellungen von Adblock Plus die Rubrik Meine Blockierregeln um die vier Filterregeln.

Beim Google Chrome und Safari gibst Du diese vier Filterregeln bei den Adblock Optionen unter Blacklist ein. Das sieht dann nach dem Sichern so aus:

Einträge für Facebook in der Adblock Blacklist

Weiterer netter Nebeneffekt: Du siehst auf diesen Webseiten auch keine lästigen Facebook-Buttons mehr. Gleiches gilt für die Boxen mit Freunde bei Facebook.

Für den Browser Firefox gibt es auch noch über das Add-on NoScript die Möglichkeit Facebook zu blockieren (siehe hierzu den Blogbeitrag „Facebook beim Surfen auf Drittseiten aussperren“ bei netreaper.net).

  • Und blockierst Du auch Facebook?
  • Falls ja, wie?
  • Falls nein, wirst Du es tun?

10 Kommentare und 2 Trackbacks/Pingbacks

  1. […] Wer sich etwas intensiver mit Facebook-Marketing beschäftigt, weiß, daß der neue Internet-Gigant zum wirklich großen Sprung ausholt, um selbst Google Paroli zu bieten. Martin Weigert hat jetzt für “netzwertig” eine, wie ich finde, exzellente Beobachtung veröffentlicht, die deutlich macht, wie sehr Facebook es darauf anlegt, durch Vermittlung von Mehrwert für die Endnutzer endlose Abhängigkeiten zu schaffen, die es selbst eingefleischten Gegnern schwer machen, auf “stand-alone”-Lösungen zu beharren, vulgo: Facebook komplett, auch von der firmeneigenen Website, zu verbannen. Denn durch die simpel zu installierende Lösung des sogenannten “Gefällt-mir”-Knopfs (Like-Button) auf jeder x-beliebigen Website ist es nicht nur möglich, der Welt zu zeigen, daß soundsoviele “Freunde” diesen oder jenen Webbeitrag mögen. Vielmehr schafft Facebook es damit, weitere Daten über seine Nutzer und deren Surfverhalten zu sammeln – wer das übrigens nicht möchte, kann seinen Browser anweisen, den Like-Button bereits bei der Darstellung der Website zu eliminieren. […]

  2. 2. Benjamin

    Kommentar vom 18. August 2010 um 14:51

    Vielen Dank für den wertvollen Tipp! Nachdem ich einige schlechte Erfahrungen mit Datensammlern gemacht habe, versuche ich momentan meine Daten besser zu schützen. Zuerst habe ich mir eine neue Email-Adresse zugelegt. Endlich habe ich nicht mehr das Problem, täglich mit Hunderten Spammails genervt zu werden!

  3. 3. Dieter

    Kommentar vom 19. August 2010 um 18:52

    @Benjamin
    Gern geschehen!

    Ich gehe inzwischen konsequent gegen den Missbrauch meiner persönlichen Daten vor, wenn ich ihn mitbekomme. So z.B. beim co.de-Werbebrief (siehe hierzu u.a. meinen Blogbeitrag „co.de-Werbebrief war rechtswidrig!„).

    Zum Schutz gegen Spammails helfen der Einsatz eines guten Spamfilters, der Wechsel einer Mailadresse oder verschiedene Mailadressen für unterschiedliche Zwecke.

  4. 4. Stefan M.

    Kommentar vom 26. August 2010 um 19:23

    Eigentlich hast du komplett recht, was gibt’s dazu noch zu sagen?

    Ich hatte den Like Button nun seit dem Aufkommen auf dem Blog und Heute entfernt. Warum, mir hat es nichts gebracht und Facebook wahrscheinlich viele Daten.

    Gegen Spammails hilft die Greylist Funktion. Die hat Wunder vollbracht bei mir.

  5. 5. Dieter

    Kommentar vom 26. August 2010 um 21:55

    @Stefan
    Wenn der Like-Button von Besuchern genutzt wird, schmeichelt das auch dem Ego des Schreibers. Das ist für mich auch ok. Ein Problem habe ich mit dieser exzessiven Datensammlerei, die anscheinend auch gegen deutsche Datenschutzbestimmungen verstösst.

    Danke für den Tipp mit der Greylist gegen Spammails. Darüber werde ich mich mal informieren.

  6. 6. Tom

    Kommentar vom 12. Oktober 2010 um 18:54

    Mit Sicherheit ist das ganze Datensammeln bedenklich, dennoch ist Facebook nur einer von vielen.
    Bei nahezu jedem Schritt, den man im Internet macht, wird man durchleuchtet.
    Du hast jetzt z.B. meine IP Adresse (nur ein Beispiel), das will ich eigentlich auch nicht, aber soll ich deshalb deinen Blog nicht lesen? :-D
    Ich glaube, man muss das gelassener sehen, oder sich dem Facebook-Wahn entziehen, schließlich ist man Teil des ganzen.

  7. 7. Dieter

    Kommentar vom 13. Oktober 2010 um 01:05

    @Tom
    Facebook ist nicht nur einer von vielen, sondern einer der Schlimmsten! Ich empfehle Dir mal den Titelbeitrag „Facebook: Fluch, Segen oder Zeitbombe? der Ausgabe 9-10/2010 der Zeitschrift Website Boosting zu lesen. Dort findest Du gut recherchiert die Gründe für meine Einschätzung.

    Im Gegensatz zu Facebook habe ich nur ganz wenige Daten. Dazu gehört zwar auch Deine IP-Adresse, mit der Du online warst, als Du den Kommentar geschrieben hast. Hättest Du nur den Blogbeitrag gelesen, hätte ich dagegen keine vollständige IP-Adresse von Dir und könnte diese auch nicht Deiner Person zu ordnen.

    Nach meiner Auffassung darf man das nicht gelassener sehen, sondern muss das Datenschutz-Thema ernster genommen werden. Und zwar nicht nur von mir!

  8. 8. Karin

    Kommentar vom 24. November 2010 um 05:35

    Ich nutze Twitter und Facebook für meine Blogs und Websites. Gerade für noch junge Projekte ist es eine gute und kostenlose Möglichkeit Blogs und Seiten bekannt zu machen. Den Like Button setze ich auf den Blogs nicht ein, da er auch so gut wie nie genutzt wird. Ansonsten verfolge ich die Entwicklung von Facebook und Co erst einmal. Mir persönlich macht viel mehr unser Staat Sorgen bezüglich Datenschutz! Die Banken nicht zu vergessen. Im Internet habe ich noch Möglichkeiten zu steuern, beim Staat leider nicht.

  9. 9. Dieter

    Kommentar vom 25. November 2010 um 15:22

    @Karin
    Beim deutschen Staat hast Du ein höheres Datenschutzniveau durch das Grundgesetz und die Rechtsprechung (insbesondere des Bundesverfassungsgerichts).

    Facebook sitzt in den USA und da wird bekanntlich der Datenschutz sehr stiefmütterlich behandelt. Zudem ging und geht da Facebook besonders sorglos mit dem Thema Datenschutz um.

  10. 10. Google +1 blockieren | Webseiten-Infos.de

    Pingback vom 21. Dezember 2011 um 05:16

    […] Ich hatte bereits vorgestellt warum Du Google Analytics und Facebook blockieren solltest und wie es geht (siehe hierzu meine Blogbeiträge “Google Analytics blockieren” und “Facebook blockieren“). […]

  11. 11. Richard

    Kommentar vom 25. Dezember 2011 um 03:30

    Hi,

    klasse Seite und gute Tips. Habe alle Facebookfiltereinstellungen wie angegeben übernommen, aber bekomme trotzdem den „Like Button“ angezeigt. Habe mich nun etwas zu den Filterregeln belesen und bin auf folgenden Filter gekommen:

    ||facebook.com/plugins/like.php?*

    Da das mein erster selbst erstellter Filter ist wollte ich doch mal Fragen ob das so stimmen kann.

    mfg Richard

  12. 12. Dieter

    Kommentar vom 25. Dezember 2011 um 09:44

    Hi Richard,

    ich habe mal Deine Filterregel in meinem Adblock Plus ergänzt, obwohl ich schon keinen Like It-Button mehr sehe. Folgende offensichtlichen Facebook-Filterregeln haben bei mir schon Treffer hervorgerufen, sprich Zugriffe für Facebook-Servern verhindert:

    facebook.com^$third-party (8 Treffer)

    ||fbcdn.net^$domain=~facebook.com|~facebook.net
    |~fbcdn.com|~fbcdn.net (146 Fehler)

    ||facebook.com^$domain=~facebook.com|~facebook.net
    |~fbcdn.com|~fbcdn.net (152 Treffer)

    Anscheinend kamen drei der in meinem Artikel genannten Filterregeln nicht zum Zuge.

    Allerdings habe ich zusätzlich folgende Filterlisten abonniert, die ebenfalls Filterregeln für Facebook enthalten:
    – EasyPrivacy
    – EasyList
    – SocialMediaBlock
    – Filter von Dr. Evil

    Zudem habe ich keinen Haken bei „Nicht aufdringliche Werbung zulassen“, also diese Option nicht gesetzt.

    Ich nehme an, dass eine der Filterlisten dafür verantwortlich ist, dass ich weiterhin keine Like It-Buttons sehe. :-)

    Gruß
    Dieter

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