15. November 2009 von Dieter | 24 Kommentare | drucken
10 Punkte für guten Code
Der Appell an Webentwickler
Die Website Code Responsibility wird von den Webkrauts und Jens Meiert präsentiert.
Diesen 10 Punkte umfassenden Appell an Webentwickler unterstütze ich gerne, indem ich ihn hier
- verlinke,
- wiedergebe und
- mit Anmerkungen und Links versehe.
Der Appell lautet:
Konzentriere Dich auf(s)
- Lernen
- Barrierefreiheit
- Performance
- Semantik
- Validierung
- Wartbarkeit
- Zusammenarbeit
- Dokumentation
- Qualität
- Unterrichten
Der Appell mit meinen Anmerkungen und Links
1. Lernen
Früher gab es zum Lernen der grundlegenden Sprachen und Techniken kaum deutsche Literatur. Inzwischen gibt es sie.
Folgende Grundlagenwerke, Online-Tutorials und Nachschlagwerke gibt es kostenlos im Web und empfehle ich gerne:
- Little Boxes Teil 1 von Peter Müller
- Einführung in XHTML, CSS und Webdesign von Michael Jendryschik
- The Styleworks von Klaus Langenberg
- JavaScript und AJAX von Christian Wenz
- Barrierefreies JavaScript von Christian Heilmann
- PHP-Kurs.com von Axel Pratzner
2. Barrierefreiheit
Besser finde ich die den Begriffe Zugänglichkeit und Barrierearmut (Web Accessibility), da sie er im Gegensatz zu Barrierefreiheit nicht etwas versprechen verspricht, was nicht gehalten werden kann. Es gibt keine völlig barrierefreie Webseiten. Erstrebenswert ist jedoch ein möglichst hohes Maß an Zugänglichkeit (Barrierearmut, Web Accessibility).
Hierfür hilfreich im Web:
- BITV-Test von BIK
- Einfach für Alle (EfA) von der Aktion Mensch
- Deutsche Übersetzung der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0
Hilfreich zum Testen auf mögliche Barrieren sind zudem folgende Erweiterungen (Add-ons) für den Browser Firefox:
- Wave Toolbar
- WCAG Contrast checker
- Firefox Accessibility Extension
- Yellowpipe Lynx Viewer Tool
- CLC-FireVox, CLC-4-TTS, CLC-Utilities
- Web Developer
3. Performance
Geschwindigkeit zählt! Es gibt keine Webseiten, die zu schnell, wohl aber zu langsam angezeigt werden.
Gute Performance-Tipps im Web gibt es insbesondere in Englisch:
- Best Practices for Speeding Up Your Web Site von Yahoo!
- Let’s make the web faster von Google
- High Performance Web Sites von Steve Souders
Hilfreich zum Testen der Performance sind zudem insbesondere GTmetrix und folgende Erweiterungen (Add-ons) für den Browser Firefox:
Beide Erweiterungen (Add-ons) setzen die Erweiterung (das Add-on) Firebug voraus.
4. Semantik
Das Markup soll möglichst gut und bedeutungsvoll strukturiert, sprich semantisch sein.
Lesenswert:
- Semantischer Code – Definitionen, Methoden, Zweifel” bei Vorsprung durch Webstandards.
5. Validierung
Sorge dafür, dass
- Dein (X)HTML-Code validiert und
- Dein CSS keine groben Fehler enthält (Warum man CSS nicht validieren kann von Thomas Scholz aka toscho).
Am Besten testest Du Deinen Code mit mehreren Validatoren:
- The W3C Markup Validation Service
- CSE HTML Validator Lite
- SelfHTML Validome Validator
- Schneegans Validator
- WDG HTML Validator
- Der W3C CSS Validierungsdienst
Hilfreich zum Validieren sind zudem folgende Erweiterungen (Add-ons) für den Browser Firefox:
6. Wartbarkeit
Sorge dafür, dass Deine Website oder Webapplikation leicht verändert oder erweitert werden kann.
Lesenswert:
- Einführung in die Wartbarkeit von Jens Meiert
7. Zusammenarbeit
Arbeite mit anderen Webentwicklern zusammen.
Ihr könnt euch einfach gegenseitig Tipps und Empfehlungen geben.
Möglich ist aber auch ein Zusammenschluss, indem ihr etwa
- gemeinsam eine Agentur betreibt,
- bei Aufträgen Unteraufträge vergebt,
- kooperiert oder
- euch gemeinsam für mehr Qualität im Web engagiert (beispielsweise bei den Webkrauts).
8. Dokumentation
Kommentiere zu Dokumentationszwecken Deinen Code.
Bedenke aber, dass Kommentare in (X)HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien vom Nutzer gelesen werden können.
Außerdem erhöhen solche Kommentare die Ladezeit.
Deshalb empfehle ich für (X)HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien im produktiven Einsatz die Kommentare zu entfernen.
Für das Kommentieren von CSS-Code gibt es den Standardisierungsvorschlag CSSDOC, der beispielsweise im (X)HTML/CSS-Framework YAML eingesetzt wird.
9. Qualität
Nutze
- Webstandards und
- bewährte Verfahren (best practices).
10. Unterrichten
Gib Dein erlerntes Wissen weiter (Artikel, Blogbeiträge, Schulungen, Foren etc). Trage so zu besserem Code und mehr Qualität im Web bei. Da gibt es noch viel zu tun. Beispielsweise sind erst rund 4% der Webseiten valide (siehe MAMA: Markup validation report).
Schlussbemerkung
Soweit meine Interpretation des 10 Punkte umfassenden Appells an Webentwickler unter Code Responsibility.
Anmerkungen und konstruktive Kritik sind herzlich willkommen. Die Kommentarfunktion steht dafür bereit.
Infos
Webseite veröffentlicht am Sonntag, den 15. November 2009, um 10:19 Uhr, zuletzt geändert am Dienstag, den 29. November 2011, um 11:02 Uhr.
Kategorie: Webdesign
Schlagworte: Appell, Code, Dokumentation, Geschwindigkeit, Qualität, Semantik, Validierung, Wartbarkeit, Webkrauts, Zugänglichkeit, Zusammenarbeit
Statistik: 259 Blogbeiträge, 682 Schlagworte, 1.557 Kommentare, 112 Feedleser
1. Micha
Kommentar vom 15. November 2009 um 11:02
Ich weiß ja nicht, wer die Seite gebaut hat, aber mit Validierung hat die schon mal nichts am Hut.
2. Dieter
Kommentar vom 15. November 2009 um 12:43
@Micha
Das hatte ich erst auch gedacht.
Aber: Sie validiert nach HTML5. HTML5 ist wie CSS3 noch kein verabschiedeter Webstandard. Gleichwohl kannst Du das schon einsetzen.
Kommt halt immer darauf an, nach welcher Dokumenttypdefinition (Document Type Definition (DTD)) man validiert.
3. Micha
Kommentar vom 15. November 2009 um 13:43
Ja, du hast Recht. Für mich sieht es trotzdem übel aus.
4. Dieter
Kommentar vom 15. November 2009 um 14:01
@Micha
Für mich ist HTML5 gewöhnungsbedürftig, zumal das Firefox-Addon HTML Validator HTML5 noch nicht validiert.
Ich werde erst einmal bei XHTML 1.0 Strict oder Transitional bleiben.
5. Fritz
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 15:16
Hallo Dieter,
schöne Zusammenfassung. Danke dafür.
Mit einem Detail kann ich jedoch nicht konform gehen. Bitte streiche den Ausdruck Barrierearmut aus deinem Wortschatz. “-armut” assoziiere ich sofort mit “ärmlich” oder “armselig”. Schlimmer: Durch die Verwendung des Ausdrucks “Barrierearmut” anstelle des offiziellen Begriffs “Barrierefreiheit” stellst du dir quasi selbst ein Alibi aus. Das klingt feig!
Lass doch einfach im Zusammenhang mit Barrierefreiheit das von dir verwendete Adjektiv “völlig” (oder auch “absolut” weg. Ich stimme zu: völlige Freiheit gibt es nicht – völlige Schmerzfreiheit, völlige Steuerfreiheit …?
In Kombination mit dem Adjektiv “völlig” sagt Barrierefreiheit auch tatsächlich etwas aus, was nicht erreichbar ist: Ein Zustand, der für alle Zeit erhalten bleibt. Das Gegenteil ist der Fall: Barrierefreiheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Barrierefreiheit kann nicht hergestellt werden, sondern muss ständig gepflegt werden, und nach Möglichkeit sogar verbessert. Das gilt nicht nur für neue Artikel in deinem Blog, sondern auch für die Rampe vor dem öffentlichen Gebäude.
Barrierefreiheit ist also genau das, was du selbst gern hören willst: Ein möglichst hohes Maß an Zugänglichkeit.
Also nochmal die Bitte: Trenne dich von dem immer wieder mal gehörten, feigen Begriff “Barrierearmut”.
6. Dieter
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 16:02
Hallo Fritz,
vielen Dank für Deine Rückmeldung.
Deine Kritik am Begriff Barrierearmut im Hinblick auf Assoziationen mit ärmlich und armselig überzeugt mich.
Für den Begriff Barrierefreiheit kann ich mich gleichwohl nicht erwärmen. Auch die Prozessbetrachtung ändert nichts an der damit verbundenen Fiktion. Ich werde deshalb versuchen, künftig Zugänglichkeit zu verwenden. Das ist die wörtliche Übersetzung von Accessibility und hoffentlich unproblematisch.
Ich werde diesen Blogbeitrag in diesem Sinne aktualisieren.
7. Fritz
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 16:04
Ups, jetzt ist mein Kommentar 2x da. Sooo wichtig ist er aber wohl auch nicht.
8. Dieter
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 16:10
@Fritz
War ja ein Versehen und werde deshalb 1x den Kommentar löschen. Danke für Deinen Hinweis auf die Cache-Problematik über Twitter. Kommt wie bereits getwittert auf die ToDo-Liste. Snüff!
9. Fritz
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 16:19
Hallo Dieter,
auf die Gefahr hin, dass ich penetrant wirke, muss ich noch einmal nachfassen.
> Ich werde deshalb versuchen, künftig Zugänglichkeit zu verwenden. Das ist die wörtliche Übersetzung von Accessibility
Im deutschen Sprachraum ist halt nicht der Begriff Zugänglichkeit, sondern Barrierefreiheit eingeführt. Barrierefreiheit ist auch der rechtlich verbindliche Begriff.
Ich gebe zu, mir persönlich würde Zugänglichkeit auch besser gefallen. Aber ich wurde halt mal nicht gefragt.
Nun steht es dir natürlich frei, Begriffe zu verwenden, die dir persönlich gefallen. Die Gefahr dabei, dass du nicht von allen verstanden wirst. Und dass du dich damit – ob du willst oder nicht – eben nicht offensichtlich und für alle erkennbar mit dem Gedanken der Barrierefreiheit identifizierst, sondern mit etwas anderem.
10. Ute
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 16:25
Mir geht es wie Dieter ich habe Mühe mit dem Begriff Barrierefreiheit. Ich setze so weit ich es mit wenig zusätzlichem Aufwand leisten kann durchaus auf Seiten ohne Barrieren. Aber ich kenne die Anforderungen an Barrierefreiheit z.B. nach BITV und diesen zufolge erstelle ich eben keine barrierefreien Seiten.
Ich finde es schwierig da eine Kombination zwischen Ehrlichkeit (eben nicht BITV-konform) und dem Ansatz von barrierefrei zu machen.
11. Dieter
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 16:31
Hallo Fritz,
penetrant wirken? Vielleicht. Sein? Definitiv nein. Ich schätze Deine offenen und direkten Argumentationen.
Warum ich den Begriff Barrierefreiheit für unglücklich halte, habe ich ja bereits oben erklärt. Bloß, weil der Begriff eingeführt wurde, muss ich ihn nicht verwenden. Ein letztes Stück Idealismus und Rebellentum, das ich mir bewahrt habe, auch wenn es mir da wie Don Quijote im Kampf gegen die Windmühle gehen dürfte/könnte.
12. Fritz
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 16:32
@Ute
Kein Problem. In der Regel wirst du ja dazu nicht verpflichtet sein.
Aber du solltest halt konsequenterweise diese “nicht barrierefreien Seiten” auch nicht mit dem Attribut “barrierearm” oder “zugänglich” versehen.
13. Dieter
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 16:36
@Ute
Danke! Tut gut zu wissen, dass ich da mit meiner Abneigung gegen die Verwendung des Begriffs Barrierefreiheit nicht alleine bin.
Oft genug gegenüber Dritten erklärt, warum Zugänglichkeit der bessere Begriff ist, erlaubt auch gleich einen Einstieg in dieses wichtige Thema für das Internet.
14. Kerstin
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 19:43
Ich finde den Begriff “Barrierefreiheit” zwar sperrig, dennoch finde ich, dass es der bessere Begriff und zudem der gebräuchlichere in Deutschland ist.
“Zugänglichkeit” mag auf der reinen Übersetzungsebene richtig sein, aber er reicht meiner Ansicht nach nicht aus, um den Aspekt “barrierefrei” zu transportieren. Ich denke auch, dass es zu Verwirrungen kommen kann. Nur ein Beispiel für mögliche Verwirrungen:
“Open Access” bedeutet der freie Zugang zu wissenschaftlicher Literatur. Die Dokumente sind dann “zugänglich” – nur das heißt nicht, dass sie auch barrierefrei sind.
15. Dieter
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 20:10
@Kerstin
Barrierefreiheit ist nach meinem Verständnis für Webseiten zwar ein wünschens- und erstrebenswertes Ziel, aber eine nicht zu 100% realisierbare Fiktion.
Deshalb können nach meiner Auffassung Webseiten auch nicht 100%ig barrierefrei sein.
Danke für den Hinweis auf “Open Access” und dessen Bedeutung. Kannte ich noch nicht. Aber genauso wie Open Access und Accessibility sind auch freier Zugang und Zugänglichkeit sowohl hinsichtlich Begriff als auch Bedeutung nicht identisch. Ich denke gerade für den Laien sollte ein Begriff nicht falsche Erwartungen (z.B. Freiheit) und Assoziationen (z.B. Armut) hervorrufen.
16. Ute
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 20:27
Nein, verpflichtet bin ich nicht, aber ich versuche so viel wie möglich umzusetzen, weil ich es wichtig finde.
Mein Problem bei dem Begriff ist, dass ich schon glaube ich erstelle Seiten mit weniger Barrieren als viele andere Webautoren und dafür würde ich auch gern werben, aber was soll ich dann schreiben/sagen? Barrierefrei mag ich nicht nehmen, was also dann?
Leider verstehen das viele tatsächlich nicht, wie eben Kerstin auch schreibt:
Bisher schrieb ich: “Barrierearm (in Absprache mit unseren Kunden, versuchen wir so viel Barrierefreiheit zu realisieren wie möglich)”
Ich gebe zu arm, ärmlich möchte ich nach dieser Diskussion nicht mehr schreiben, aber was dann?
17. Kerstin
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 20:28
@Dieter
Nun ist es aber so, dass es Beispiele gibt, wo es durcheinander geht: wen z.B. Open Access als barrierefreies Publizieren dargestellt wird.
Dass es keine vollständige Barrierefreiheit gibt und sicher nicht geben kann stimmt sicherlich. Das halte ich aber nicht für ein ausreichendes Argument gegen den Begriff.
“Zugänglichkeit” – und das ist meine wesentliche Kritik an diesem Begriff – meint, dass man die Inhalte erreichen kann. Das bedeutet aber noch nicht, dass ein Mensch mit Behinderung sie auch nutzen kann. Diese Nutzbarkeit durch Menschen mit Behinderungen drückt der Begriff “Barrierefreiheit” für mich aus.
Barrierearmut: Im Gegensatz zu Fritz, der das mit “ärmlich” assoziiert, assoziiere ich damit eine Mogelpackung. Man kann dann alles als “barrierearm” bezeichnen: Von fehlenden Labels bis zu fehlenden Alternativtexten und mangelhaften Überschriftenstrukturen. Alles schon gesehen.
Ich denke, dass es gerade für Laien wichtig ist, den allgemein gebräuchlicheren Begriff zu verwenden – z.B. damit sie relevante Literatur dazu im Web oder sonstwo finden können.
Natürlich verstehe ich aber die Bedenken, die mit dem Begriff “Barrierefreiheit” verbunden sind. Evtl. wäre ein Mittelweg dann besser das englische “Web Accessibility” zu verwenden, als deutsche “Zugänglichkeit”.
Noch ein Linktipp: Die BITV ist ja nun schon ziemlich veraltet. Einen Link auf die WCAG 2.0 fände ich noch als Ergänzung sinnvoll: Deutsche Übersetzung der WCAG 2.0.
18. Kerstin
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 20:31
@Ute:
Ich denke ja immer, dass es ein guter Weg ist “Barrierefreiheit” als Begriff zu nehmen und auf einer Einzelseite eine Erklärung zur Barrierefreiheit zu machen. In den USA z.B. ist das nicht so unüblich (“Accessibility Statement”).
19. Fritz
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 20:49
Jetzt muss ich mich doch noch einmal in die Diskussion einklinken.
Bitte vergesst einfach Adjektive wie absolut, völlig oder 100%ig im Zusammenhang mit Barrierefreiheit. Ihr verwendet ja auch mit dem Ausdruck “Zugänglichkeit” zusammen diese Adjektive nicht.
Niemand erwartet 100%ige Barrierefreiheit, 100% sind im Konzept Barrierefreiheit gar nicht vorgesehen.
Ich glaube nicht, dass es der Sache dient, wenn jeder einen anderen Begriff wählt, nur weil ihm der übliche, auch in der öffentlichen Diskussion eingeführte Begriff nicht gefällt. (Mir gefällt er auch nicht, aber das hatte ich bereits erwähnt.)
20. Fritz
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 20:54
@Kerstin
100% d’accord
21. Ute
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 20:55
@Kerstin Barrierefreiheitserklärung klingt zwar ein bissel lang, aber nach einem akzeptablen Kompromiss.
@Fritz es geht mir nicht um den Begriff, ich kann nur nicht leiden welch katastrophale Seiten teils angeblich barrierefrei sind. Ich mag nicht mehr behaupten als ich bieten kann. Nur deshalb nutzte ich bisher eher barrierearm, aber ich denke ich werde auf eine Erklärung zur Barrierefreiheit umstellen.
22. Dieter
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 21:06
@Kerstin
Entschuldigung, Deinen Kommentar musste ich wegen dem Link moderieren und da ich gerade an einem Blogbeitrag schreibe, bemerkte ich das nicht gleich.
Deiner Empfehlung, den Link für die deutsche Übersetzung des WCAG 2.0 noch im Blogbeitrag aufzunehmen, komme ich gerne nach. Danke für diesen Linktipp.
Da ich Websites nur für mich erstelle und pflege, also keine Kunden habe, brauche ich dankenswerterweise nicht den sperrigen Begriff Erklärung zur Barrierefreiheit zu verwenden.
Ich bin zwar kein Freund von Anglizismen, aber der von Dir vorgeschlagene Mittelweg “Web Accessibility” erscheint mir eine gute Lösung zu sein. Werde auch insoweit den Blogbeitrag anpassen. Herzlichen Dank für die meinem Verständnis hilfreiche Diskussion an die Teilnehmer Kerstin, Fritz und Ute.
23. Kerstin
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 21:10
@Ute:
Man kann das auch so machen: Einen Link “Barrierefreiheit” setzen. Die Zielseite titeln mit “Erklärung zur Barrierefreiheit”.
In diese Erklärung schreibt man dann, an welchen Richtlinien man sich orientiert hat/ welche zugrunde gelegt wurden: WCAG 2, BITV…Welche Erfolgskriterien erfüllt sind, an welchen gearbeitet wird usw.
Im Gegensatz zur ollen BITV bieten die WCAG 2.0 die Möglichkeit A, AA oder gar AAA anzustreben. Jede dieser Konformitätsstufen ist “erlaubt”.
24. Ute
Kommentar vom 5. Dezember 2010 um 22:52
Zweifellos ist die WCAG sinnvoller, aber ich befürchte die kennen noch weniger Menschen, als die BITV. Aber ich werde mal überlegen, was ich da verändern kann.